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Der Campbell – Zwerghamster
Der Campbell
– Zwerghamster ist ein sehr soziales Tier. Anders als der
bekanntere und wesentlich größere Goldhamster, leben sie in
Familien. Die Pärchen bleiben auch nach der Paarung zusammen.
Vor der Geburt zieht das Männchen für kurze Zeit in ein
anderes Nest. Wenn die Babys ein paar Tage alt sind, zieht das
Männchen wieder bei Weibchen ein und hilft bei der Aufzucht.
Kommt der nächst Wurf, findet man Jungtiere in verschieden
Alterstufen im Nest.
Ein Wurf kann
1 – 8 Babys groß sein. Bei größeren Würfen sieht man Babys in
verschieden Entwicklungsstufen. Man könnte meinen, es sind
verschiedene Würfe, was aber nicht der Fall ist. Die
Unterschiede der einzelnen Babys gleichen sich aber später
wieder aus.
Man sollte
die Hamsterfamilien in Terrarien mit großer Grundfläche
halten, in denen sie laufen und buddeln können. Als Einstreu
kann man normale Einstreu nehmen, für das gern angenommene
Sandbad kann Vogelsand, besser aber Chinchillasand angeboten
werden.
Gefüttert
wird ein Mischfutter aus kleinen Saaten. Auch tierische
Eiweiße dürfen in Form von Mehrwürmern oder z.B.
Katzentrockenfutter nicht fehlen. Auch Gemüse, Kräuter,
Löwenzahn sowie Vogelmiere sollten auf dem Speiseplan nicht
fehlen. Ebenso muss stets frisches Wasser zur Verfügung
stehen.
Holz,
Papprollen, Steine, Rindenstücke oder Rindenhöhlen sind
beliebte Krabbel- und Schlafobjekte. Da sie gern mal mit der
ganzen Familie umziehen, sollten verschiedene Höhlen angeboten
werden Auch Kokosschalen werden gern benutzt.
Den
Campbellhamster gibt es bereits in vielen Farben. Diese
Hamsterart scheint empfänglich für Farbmutationen zu sein, da
schon bei wildlebenden Campbellhamstern Farbmutation in
argente und schwarz zu finden waren. Bei den Dschungaren war
dies nicht der Fall.
Zur Zeit sind
bei Wildfangnachzuchten, argentefarbene Jungtiere gefallen,
ohne irgendeine Fremdeinkreuzung.
Bei den
gezüchteten Campbell`s sind momentan folgende Farben bekannt:
wildfarben,
argente p.e., argente d.e., opal, schwarz, blue, dove,
lilac-fawn, blue-fawn, chocolate, creme, lilac p.e., lilac d.e.,
blue-beige, beige d.e., beige p.e, weiß p.e. weiß d.e.,
champagne .
Dazu kommen
noch die Farbmuster der Schecken und das Platinum. Beim
Platinum hellt der Hamster auf dem Rücken schon als Jungtier
auf, die Aufhellung kann bis zum vollständigen Weiß gehen.
Platinum x Platinum ist letal (tödlich), ebenso Schecke x
Schecke und darf nicht miteinander verpaart werden. Auch
Platinum x Schecke sollten nicht miteinander verpaart werden,
da ein Platinum einem Schecken sehr ähnlich sehen kann. Die
Fellmuster sind mit allen Farben kombinierbar.
Zudem gibt es
das Satingen. Dadurch ist das Haar des Hamsters dünner und
glänzender, der Hamster sieht immer etwas strubelig-fettig
aus.
Die ersten
Campbell - Zwerghamster habe ich bei Michael Mettler
gesehen. Leider hatte er damals keine Abgabetiere mehr, so
musste ich meinen Wunsch nach diesen niedlichen Nagern erst
einmal verschieben. Denn schon damals
war es sehr schwer an Campbell`s zu kommen.
Erst Jahre später bekam
ich 3 Tiere. 2 Weibchen ( wildfarben und schwarz-weiß-platinum) und ein Männchen ( lilac-weiß). Per
Zufall bekam ich aus meiner Zoohandlung ein weiteres Männchen
in argente.
Dieses argente Männchen
verpaarte ich mit dem schwarz-weiß-platinum Weibchen. Den
lilac Bock mit dem wildfarbenen Weibchen. Zu meiner großen Freude
trugen das wildfarbene Weibchen und das lilac Männchen beide das Satingen, das noch heute bei mir regelmäßig
fällt. Dies waren meine ersten beiden Stammgruppen, die mir
viele Farben wie argente, opal, blue, dove, schwarz-weiß,
lilac, weiß p.e. brachten, sowie immer wieder Satin.
Noch heute habe ich
Nachzuchten aus diesen Linien. Leider wurde die
Verwandtschaft immer enger.
So zögerte ich auch
nicht, als ich vor ein paar Wochen die Möglichkeit hatte,
Nachzuchten von Wildfängen zu erhalten, die erst vor wenigen
Jahren nach Deutschland kamen.
Es waren 2 Paare, deren
Vermehrungsfreudigkeit mir mittlerweile die Möglichkeit
bescherte, neue Blutlinien einzukreuzen.
Sehr viele
Campbell-Züchter gibt es auch heute nicht.
Hamster sind zwar nicht
sehr anfällig für Inzuchtprobleme, aber übertreiben sollte man
es damit aber auch nicht.
Meine Zwerghamster möchte ich rein und gesund
erhalten.
Leider gibt es immer wieder Mischlinge aus Campbell
und Dschungaren, die dann auch noch als reine Campbell`s angeboten
werden.
Ich halte meine
Campbell - Zwerghamster in Gruppen. Sie sind sehr sozial und
werden auch nur als Paar oder Gruppe abgegeben.
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